Soziales Lernen von Anfang an

(Brüder-Grimm-Schule, Jugendförderung)

Im Rahmen der Zusammenarbeit Jugendhilfe-Schule nimmt die Brüder-Grimm-Schule seit dem Jahr 2000 an einem Projekt mit beiden 4. Schulklassen im Bereich des "Marburger Abenteuer Projekts" (MAP) im Stadtwald teil.

Das Kollegium der Brüder-Grimm-Schule macht zunehmend die Beobachtung, dass die Schwerpunkte seiner Arbeit im sozialen Bereich liegen. Rücksichtnahme, Toleranz, Abbau des Egoismus vieler Kinder, Verringerung gerade auch verbaler Aggressionen, Stärkung der gewaltfreien Konfliktlösung stehen im Vordergrund. Das soziale Miteinander ist ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Arbeit mit den ihm anvertrauten Kindern.
Die gemeinsamen Aktionen von Jungen und Mädchen im "MAP" können zeigen, welche unerkannten Fähigkeiten evtl. in den einzelnen stecken. Das gegenseitige Helfen, notwendige Aufeinanderzugehen bei den zu bewältigenden Aufgaben stärkt das Gemeinschafts- und Zusammengehörigkeitsgefühl der gesamten Lerngruppe.
Erwartungen / Zielsetzungen unseres Projektes (im Hinblick auf das Gruppen- / Sozialverhalten der Schülerinnen):

  • Erweiterung und Entfaltung der persönlichen und der sozialen Fähigkeiten und Fertigkeiten
  • intensive, neue Lern- und Entwicklungschancen ermöglichen
  • der Abbau bestehender Vorurteile ("Mädchen können das nicht!")
  • durch Gruppenaktivität eigene Rolle und Verhaltensweisen realistisch einschätzen, verändern lernen – Selbstwahrnehmung, Selbsteinschätzung, Selbstständigkeit ...
  • in der Auseinandersetzung mit den gestellten Aufgaben, Zusammenhänge von persönlicher Rolle und dem kooperativen Handeln in der Gruppe herstellen; erkennen, dass sich Erfolg durch Interaktion herstellen lässt.
  • gemeinsame Erlebnisaktivität im außerschulischen Umfeld
  • Spaß an der Bewegung entdecken, neu erleben - unabhängig von Sportart und Hallen
  • freie Natur anders erleben, Erleben in der Natur

Nach jedem durchgeführten Projekt findet eine Reflexion/Nachbereitung durch die Betreuer des MAP und die jeweiligen Kollegen statt.

  • Sind die gesteckten Ziele erreicht worden?
  • Waren die Aufgabenstellungen angemessen oder u. U. zu schwierig?
  • Muss an dem Gesamtkonzept für die Zukunft etwas verändert werden?

Das gesamte Kollegium der Brüder-Grimm-Schule sowie einige Erzieherinnen der Schule nahmen außerdem an einer Lehrerfortbildung im Stadtwald teil. Um das Projekt und seine Wirkung auf die Schülerinnen besser einschätzen und beurteilen zu können, wollten wir selbst die Erfahrungen in der Gruppe erleben. Sowohl die Kooperationsspiele als auch die Übungen auf dem Parcour stellten für uns alle eine wichtige Erfahrung dar.

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